Rum - karibischer Trinkgenuss auf Bulgarisch

Rum ist ein vielseitiges Getränk, welches von einer langen und abenteuerlichen Geschichte begleitet wird. Aufgrund der intensiven Farbgebung wird die Spirituose schon seit ihren Anfängen als flüssiges Gold bezeichnet. Die Grundlage für die Herstellung bildet der Zuckerrohr, in seinen diversen Varianten und geschmacklichen Besonderheiten. In der heutigen Zeit stehen die verschiedenen Rumsorten und dazu gehörigen Mixgetränke für ein animierendes Urlaubsgefühl in der Karibik. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der Zuckerrohrbrand schon seit einigen Jahren einer stetig wachsenden Aufmerksamkeit auf der ganzen Welt erfreut. Dabei ist der Facettenreichtum beim Rum von den verwendeten Ausgangsrohstoffen und den eingesetzten Herstellungsverfahren geprägt. Auf diese Weise haben sich in vielen Ländern außergewöhnliche Derivate etabliert, welche sich durch ganz spezielle Charakteristiken beim Aroma und Geschmack auszeichnen. Bei der Produktion von Rum entscheiden sowohl die Qualität der Zutaten als auch die Destillation sowie Reifezeit in Eichenfässern über die aromatische Güte der endgültigen Geschmacksnote.

Rum - bewegte Herkunft und spannende Geschichte

Die Entstehung von Rum ist eng mit der Entdeckung von Amerika und dem daraus resultierenden Handel zwischen den Kontinenten verbunden. Bereits im frühen 17. Jahrhundert wurde die Spirituose in den Zuckerrohrplantagen der karibischen Inseln und in Südamerika hergestellt. In dieser Epoche kam es zu einem permanent ansteigenden Bedarf an Zucker in Europa, sodass die Kolonialherren auf ihren Plantagen in Übersee reichlich Zuckerrohr anbauten. Aufgrund der Überproduktion des Rohrzuckers entdeckten Sklaven, dass sich das Abfallprodukt Melasse zu einem alkoholhaltigen Getränk verarbeiten ließ. Schon bald nach dieser Entdeckung wurde die Melasse zur Destillation verwendet, um daraus hochprozentigen Alkohol zu produzieren. Seinen ersten und sehr zweifelhaften Ruf hat der Zuckerrohrbrand als Lieblingsgetränk der Seeleute und Piraten bekommen. Daher stammt auch die Bezeichnung Rum, welches sich vom Dialektwort Rumbullion ableitet, das so viel wie Aufruhr oder Tumult bedeutet. Doch schon bald entdeckten alle Gesellschaftsschichten die vielfältige Geschmacksrichtungen der Spirituose, welche dank der Verbesserung der Herstellungsverfahren mit exquisiten Qualitäten überzeugen konnte. Allerdings hat Zuckerrohr im Verlauf der Jahrhunderte als Exportprodukt immer mehr an Bedeutung verloren. Der süße Rohstoff wurde durch den europaweiten Anbau von Zuckerrüben abgelöst. Jedoch gewinnt Rum immer mehr an Beliebtheit und avanciert zu einer der beliebtesten Spirituosen auf der ganzen Welt, sodass weiterhin Zuckerrohr mit Erfolg angebaut wird.

Rum - nicht nur Zuckerrohr, die wichtigsten Zutaten

Der Zuckerrohr gehört zur Familie der Süßgräser und ist auf tropisch warme Standortbedingungen angewiesen, deshalb lässt sich das Gewächs hervorragend in der Karibik anbauen. Dank des guten Klimas erfolgt die Ernte sogar bis zu zwei Mal pro Jahr. Im Anschluss entstehen aus dem Rohstoff durch Pressung frischer Zuckerrohrsaft, Zuckerrohrsirup und Melasse, wobei es sich bei dem letzteren um pflanzliche Rückstände aus der Zuckerproduktion handelt. All diese Nebenprodukte der Zuckergewinnung sind für die Rumherstellung erforderlich. Wenn der Rum überwiegend aus Melasse hergestellt wird, bildet sich oft ein sehr intensives Vanille-Aroma aus. Dazu sind diese Rumsorten runder und gefälliger als solche aus frischem Zuckerrohrsaft. Beim Zuckerrohrsirup handelt es sich um ein stark konzentriertes Ausgangsprodukt, sodass der daraus entstehende Rum deutlich aromatischer ist. Um die zuckerhaltige Grundmischung in ein alkoholisches Getränk zu verwandeln, kommt noch Wasser und Hefe hinzu. Im Anschluss fermentiert die Lösung und der darin enthaltene Zucker wandelt sich in Alkohol um. Sobald der gesamte Zucker umgewandelt ist, kommt der Vorgang zum Ende, mit dem Erreichen eines Alkoholgehalts von etwa 16%. Bei diesem Prozess kann die Hefe keinen höheren Alkoholgehalt erzeugen, da der Inhaltsstoff ansonsten absterben würde. Für den höheren Alkoholgehalt ist als nächstes die Destillation notwendig.

Rum - Althergebrachte Herstellungsverfahren

Sobald die alkoholische Gärung der Maische abgeschlossen ist, beginnt die Destillation. In den spanisch geprägten Gebieten wird der Rum meistens im Column Still Verfahren in Säulen gebrannt. Dagegen setzen die ehemaligen Kolonien der Engländer und Franzosen überwiegend auf das Brennen im Kessel, dem Pot Still Verfahren. Im Anschluss besitzt das Destillat einen extrem hohen Alkoholgehalt von 65 bis 75% Vol. Deshalb muss es danach mit destilliertem Wasser auf die gewünschte Trinkstärke gebracht werden. Der Mindestalkoholgehalt für Rum beträgt 37,5 Volumenprozent, es gibt auch Sorten mit einem Alkoholgehalt zwischen 40 und 54 Volumenprozent. Diesbezüglich ist die alkoholhaltige Flüssigkeit den strengen Richtlinien der EU unterworfen. Demzufolge dürfen die diversen Rumsorten im Nachhinein weder gesüßt noch aromatisiert werden. Zusätzlicher Alkohol darf ebenfalls nicht zugefügt werden. Des Weiteren wird bei der Herstellung von Rum oft das Blending angewendet. Dieser Begriff bezeichnet eine Mischung aus verschiedenen Rumsorten oder Destillaten. Dabei können die Brände die gleiche Herkunft haben oder aus verschiedenen Destillerien stammen. Bei diesem Verschnitt lassen sich ganz gezielt Rumsorten herstellen, welche nur geringen Schwankungen beim Geschmack unterliegen. Auf diese Weise können die Hersteller das Aroma bewusst in die gewünschte Richtung lenken, um dem Geschmack einer breiteren Konsumentenschicht entgegenzukommen.

Traditionell überlieferte Rumsorten

Genauso wie andere Brände auch, ist der destillierte Rum erst einmal klar und transparent, so entstehen weiße Rumsorten. Die goldenen sowie braunen bis rötlichen Farbtöne erhält die Spirituose entweder durch die Lagerung in Holzfässern oder durch den Zusatz von Karamellsirup sowie Zuckerlikör. Durch dieses Vorgehen bekommt der Rum nicht nur eine attraktive Farbe, sondern auch zusätzliche Geschmacksaromen.

Weißer Rum - Dark Rum - Red Rum

In Anbetracht der produzierten Menge übersteigt der weiße Rum mit seiner Bekanntheit die anderen Sorten. Dieser Rum wird überwiegend mit dem Säulenbrennverfahren destilliert und kommt auf relativ hohe Alkoholvolumenprozente. Deshalb wird der weiße Rum direkt nach der Destillation und dem Versetzen mit Wasser aufgefüllt. Als Spirituose ist das alkoholische Getränk zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgereift. Deshalb ist sein Geschmack eher leicht und beinahe neutral. Aus diesem Grund kommt der weiße Rum vor allem bei den beliebten Cocktails Mojito und Daiquiri zum Einsatz und wird nur selten pur getrunken. Speziell in den warmen Sommermonaten sorgen kühle Mixgetränke mit Rum wie ein Mai Tai oder Planter’s Punch für eine willkommene Erfrischung.

Der Dark Rum bekommt seine dunkle Farbgebung durch den intensiven Reifeprozess in Eichenfässern. Wichtig ist eine langsame und gleichmässige Reifung, um einen vollen und reichen Geschmack mit zarten Schattierungen von Karamell zu ermöglichen. Viele dieser Endprodukte sind Assemblagen aus verschiedenen Rumsorten, damit sich komplexe Aromen ausbilden können. Ein qualitativ hochwertiger Dark Rum wird am besten pur oder mit ein wenig Eis getrunken. Aber auch zum Mixen von Cocktails ist der Dark Rum gut geeignet. Ob Rum pur oder gemischt genossen wird, ist immer von den eigenen Geschmacksvorlieben abhängig.

Der Red Rum ist ebenfalls eine dunkel eingefärbte Rumsorte, die mit diversen Gewürzen aromatisiert wurde. Zu den möglichen Zutaten gehören Ingwer, Karamell, Nelken, schwarzer Pfeffer, Vanille und Zimt. Diese würzigen Rumsorten erfreuen sich einer großen Beliebtheit in Cocktailbars, wo Barkeeper die Spirituosen in schmackhaften Cocktails einsetzen.

Rum - In Eichenfässern gelagert

Besonders gute Rumsorten werden in Eichenfässern gelagert, dadurch ergeben sich bemerkenswerte Unterschiede bei der Qualität. Dieses Vorgehen wirkt sich sowohl auf die optischen als auch geschmacklichen Eigenheiten beim Rum aus. Die diversen Aromen werden feiner und vielseitiger, dazu ist der Geschmack deutlich intensiver. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Fässer aus dem Holz der Weißeiche, welche zuvor im Innenbereich angekohlt werden. Abhängig vom Hersteller erstreckt sich diese Lagerungsphase über unterschiedliche Zeiträume. Im Verlauf der Lagerung geht ein wenig vom Geschmack des Fasses auf den Rum über. So erhält die Spirituose eine leichte Süße, da die Weißeiche über einen hohen Vanillegehalt verfügt. Darüber hinaus nimmt der Rum mit der Zeit einen braunen Farbton an. Je länger ein Rum lagern darf, umso besser ist im Anschluss die Qualität. Ein einfacher Rum durchläuft in der Regel eine Reifezeit von drei bis sechs Monaten. Besondere Rumsorten lagern deutlich länger in den Kellergewölben der Brennereien, manche sogar über Jahrzehnte hinweg. Anschließend wird dieser hochwertige Rum mit gesonderter Jahresangabe ausgebaut. Gealterte Rumsorten bilden sehr intensive Noten mit reifen Aromen von Kaffee, Karamell, Vanille und getrockneten Früchten aus.

Rum - Weltweit bekannte Rum Cocktails und Longdrinks

Dunkle Rumsorten besitzen in der Regel ein intensiveres Aroma, sind süßer und komplexer im Geschmack. Deshalb eignen sich diese Spielarten besser für den puren Genuss. Dagegen unterstützen hellere und jüngere Rumsorten den Geschmack der weiteren Zutaten in Cocktails. Jedoch kann auch ein kräftiger Rum den Mixgetränken eine interessante Basisnote verleihen. In der Karibik werden junge Destillate ganz schlicht mit etwas Zuckersirup sowie frischen Limetten als Daiquiri genossen. Seine weltweite Popularität verdankt die dynamische Spirituose vor allem den ausgezeichneten Cocktails, welche sich damit zubereiten lassen. Dazu gehört der Mojito mit Limetten und Minze, der sich zum aktuellen Trendgetränk entwickelt hat. Im exotischen Mai Tai wird dunkler mit weißem Rum vermischt, in Kombination mit Cointreau, Limettensaft, Mandelsirup und einem Zweig Minze als Dekoration. Beim fruchtigen Planter's Punch mit Orangen- und Zitronensaft dominiert neben dem dunklen Rum die süßliche Note, dank Grenadine und Zuckersirup, garniert mit einer Scheibe Zitrone. Ein altbewährter Klassikern unter den Longdrinks ist der Cuba Libre, bei dem weißer Rum mit Cola und Limettensaft kombiniert werden.

Bulgarischer Rum - überzeugt mit vielseitigen Geschmacksnoten

Mittlerweile kommt der Rum nicht mehr nur aus der Karibik und Südamerika. Die beliebte Spirituose wird auch mit Erfolg in Bulgarien produziert. Bezüglich Spirituosen experimentiert das bulgarische Volk mit großer Freude und begeistert sich auch für den exotischen Zuckerrohrbrand. Der SAVOY Red Rum wird nach einem authentischen Rezept aus der Karibik hergestellt, zum Einsatz kommt nur der beste Zuckerrohr. Die Produktion erfolgt mit einer speziellen Technologie, um einen neuen sowie reichen Geschmack zu ermöglichen. Beim Dark Rum entstehen auf diese Weise natürliche Aromen mit zarten Schattierungen von Karamell. Ein ganz besonderes Trinkerlebnis ermöglicht der Captain Fred Dark Rum, bei dem reiner Getreidealkohol mit hochwertigen Rumdestillaten vermischt werden. Durch die lange Lagerungsphase in Eichenfässern darf diese bulgarische Rumsorte intensiv reifen und entwickelt ein delikates Aroma. Zu den Geschmacksnoten gehören Grapefruit, Schokolade, Vanille und trockenes Gras, die auf dem Gaumen eine geschmackliche Explosion hinterlassen. Bulgarischer Rum ist sowohl pur als auch in Cocktails und Longdrinks ein wahrer Genuss. Damit entsteht ein karibisches Lebensgefühl im eigenen Zuhause, in der Cocktailbar und auf jeder Party.

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